Die Zeit rennt...

Da drehste Dich einmal um und zack... ist fast Weihnachten. Die Windschutzscheibe verlangt morgendliches Eiskratzen, die Moonboots werden aus dem Keller gekramt und kaum ist es hell wirds auch schon wieder dunkel... Aber wenn dann die Flocken so nett vom Himmel rieseln... wie soll man dem Winter da böse sein?

Mission Messe Leipzig erfolgreich abgeschlossen

Schön war's in Leipzig. viele nette Leute getroffen, tausende sind auf dem Bus rumgeklettert und wir hatten viel Spaß mit den Messekollegen. Gerne wieder :-)


Memoiren einer baskischen Kuh

Eine meiner neusten Lieblingsbeschäftigungen ist es ja, zu allen meiner Reiseziele die passende Literatur rauszusuchen und zu empfehlen. Dabei bin ich vor kurzem auf dieses Schmuckstück gestoßen:

"Memoiren einer baskischen Kuh" von Bernardo Atxaga

Gibt's schon seit ein paar Jahren. Ein absolutes MUSS für alle Fans und Liebhaber des Baskenlandes! Supergeil!

Die Reise zum Buch: Nordspanien und der Jakobsweg

Einmal, in Siena...

Auf dem Weg nach Deutschland nach einer Saison auf Korfu baute ich einmal eine kleine Italien Reise ein. Ich fuhr mit der Fähre von Korfu nach Bari und dann über Neapel, Pompeji, Rom, die Toskana, Cinque Terre und Venedig Richtung Norden.

An einem der Tage in der Toskana fuhr ich nach Siena und als ich nach ein paar Stunden durch die Stadt schlendern grade zurück zu meinem Hotel bei San Gimignano fuhr, da klingelte mein Telefon. Mein Vater aus Deutschland war dran und fragte mich ob ich meinen Personalausweis verloren hatte. Ich schaute nach, und tatsächlich; Perso weg. Hä???

Folgendes war passiert: Ich hatte den Perso auf dem Campo von Siena verloren und ein deutscher Tourist hatte ihn gefunden. Er nahm ihn mit zu seinem Hotel und gab ihn dort an der Rezeption ab. Dort sah ihn zufällig die Managerin des Hotels - eine Deutsche - die die Adresse auf dem Perso sah und daraufhin ihren Vater anrief - meinen ehemaligen Schuldirektor aus dem Nachbardorf meiner Eltern, der meine Eltern sofort anrief, woraufhin mein Vater mich anrief. Das alles passierte innerhalb weniger als zwei Stunden :-)

Lieblingsbild aus Indien


Ein Freund von mir hat sich übrigens komplett dem Yoga verschrieben. Also für alle Yoga-Interessierten:

Messe Messe Messe Messe :-)

Juhuu, wir fahren nach Leipzig! Ich liebe Messen! Vor allem wenn ich mit großen Autos in die Halle reinfahren darf. Touristic und Caravaning Leipzig, wir kommen!

Pathfinder zum Stand

Zur Erinnerung an die guten, alten Zeiten auf der Boot...



Während der iq-party der Boot 2010 (eines der Highlights neben der Tauchturmparty) stand ich so an einer Theke herum und hörte hinter mir ein Mädel die Freundin fragen: "Ja und wer trinkt dann mit mir Jägermeister?" Woraufhin ich mich natürlich aufopfernd und immer hilfsbereit umdrehte und mich sofort als Jägermeisterkumpanin anbot. Im nächsten Moment sagte auch schon die Freundin zu mir: "Du bist doch die Meike aus Khao Lak!" Ich: "Ääähh... jaa..." Es stellte sich heraus, dass sie ein paar Jahre vorher in Khao Lak war und mich dort mal kurz gesehehn hatte. Der restliche Verlauf der Nacht ist unbekannt.
Die Taucherwelt ist winzig klein! :-)




Eine Zugfahrt in Indien

15.00 Uhr
Rickscha holt uns ab, fahrt zum bahnhof margao.

15.20
Ankunft Bahnhof Margao, ueber eine Stunde vor Abfahrt, Vorsichtsmassnahme.
Noch draussen eine rauchen (drin rauchverbot), und Zeit totschlagen mit reichhaltigem Bahnhofsangebot, z.B. Bookshop mit Buechern wie "Mein Kampf", Heidi auf Hindu, ausserdem grosse Auswahl an Snacks und ein Internetcafe.

16.15
Immernoch Zeit, noch eine rauchen. Treffen Schweizer.

16.45
Eigentlich Abfahrt, aber kein Zug in Sicht.

17.00
Erste Durchsage, Zug hat 17 oder 30 Minuten Verspaetung (Original Durchsagewortlaut)

17.15
Noch eine rauchen

17.30
Durchsage. Zug hat 17 oder 30 Minuten Verspaetung

17.45
Lernen netten Hund kennen, gibt Pfoetchen

18.00
Durchsage. Zug hat 17 oder 30 Minuten Verspaetung

18.15
rauchen

18.30
Durchsage. Zug hat 17 oder 30 Minuten Verspaetung

18.50
Zug faehrt tatsaechlich ein, suchen unsere Plaetze. Ploetzlich stehen in unserem Sechserabteil noch 13 Inder mit viel Gepaeck mit drin. Grosses Chaos.

19.00
Chaos haelt an

19.15
Werden gefragt ob wir die Plaetze auf der anderen Seite vom Gang haben wollen. Sagen ja, die sind viel besser!! Das Feld lichtet sich. Nur noch etwa doppelt so viele Leute wie es Sitzplaetze gibt stehen im Abteil.

19.45
Indische Sitzplatzverteilung geregelt, Maechen und Jungs getrennt. In unserem Abteil sind die Maedchen unter strenger Aufsicht einer unsympatischen Frau "mittlerer Jahre".

20.00
Wir essen Kaesesandwichs, im Abteil werden ca. 60 Marmeladentoast geschmiert.

20.15
Der maennliche Teil der indischen Reisegruppe holt sich seine 40 Brote ab.

20.30
Der Schweizer besucht uns. Werden Zeugen weiterer 20 Marmeladenbrote, diesmal mit Chips als Beilage.

20.45
Zug haelt in uns nicht naeher bekanntem Bahnof, ergreifen die Gelegenheit eine Zigarette zu rauchen.
Indische Reisegruppe macht sich Bettfein.
Wir planen mit dem Schweizer die optimale Auslastung eines 10 Stunden Aufenthalts im Bombay.

21.00
Inder schlafen

21.15
Weitere Touristen steigen zu. Sie scheinen neu zu sein, sehr rat- und orientierungslos, entscheiden sich fuer Sitzplatzsuche in Fahrtrichtung.

21.30
Essen Samosas und trinken Tee. Zum Nachtisch Joghurt. Die fremden Touristen kommen wieder vorbei, wollen jetzt scheinbar in die andere Richtung (haetten sie uns mal gefragt, wir kennen uns ja da aus).

22.00
Es wird ruhiger, Schweizer geht schlafen. Bahnhof - Zigarette.

22.30
Bauen unser Nachtlager auf.

23.00
Wollen schlafen. Erste Stoerung durch neu zusteigende Reisegruppe die in Partylaune zu sein scheint.

23.15
Schein truegt, sie waren einfach so sehr laut. Alle legen sich schlafen.

23.45
Erste Tunnel, keine Luftzufuhr, dafuer jede Menge Faekaliengerueche.

0.00
Regen, Fenster nicht dicht

0.15
noch mehr Tunnel

1.00
Bemerken dass Rucksaecke unterm Sitz dank undichtem Fenster patschenass sind. Scheisszug.

1.30
Erneuter Versuch zu schlafen. Bettflaeche jetzt kleiner, da nasser Rucksack noch mit draufliegt.

2.00
Indischer Polizist steht vor unseren Betten und starrt uns an.

2.15
...und starrt...

2.30
...fragen ob er das die ganze nacht tun wird. Er veraendert seine Stehposition, starrt aber unvermindert weiter.

2.45
Meike wird pampig zu Polizist, er geht!

3.00
Schlafen

6.00
Schlagartig gehen alle Lichter an und Hektik bricht aus als waeren wir gleich da.

6.15
Alles draengt sich am Waschbecken

6.30
Muessten gleich da sein...

...8.00
Ankunft in Bombay

Tee trinken in Kuala Lumpur

Ich kam in Kuala Lumpur an und bezog zusammen mit einer Kollegin unser Apartment. Es war voll ausgestattet mit allem was man braucht; Zimmer eingerichtet, Aircondition, Fernseher, Küche komplett eingerichtet... bis auf einen Wasserkocher.

"So ein Mist" dachte ich, "ich hätte mir gerne ab und zu mal Tee gemacht."

Es dauerte geschlagene 5 Tage bis ich auf die Idee kam das Wasser für meinen Tee in einem Topf zu erhitzen. Unglaublich was man sich selbst teilweise für Scheuklappen anlegt!

the difference...

a guy dies and god is unsure if he should go to heaven or hell. So he tells the guy he can decide on his own. The guy asks if he can have a look at both and god agrees. So he goes to have a look at heaven, where are harp playing people sitting on clouds in peace and harmony. Hmm, maybe a bit boring for spending eternity? The next day he goes to have a look at hell. The devil opens the door, looking like elvis and welcoming the guy with a beer. 'Come in dude, there's a party over here!' There are sexy girls in bikinis playing beach volleyball, there is a cocktail bar and everybody is having indeed a great party. Wow, that seems so much better!
The guy comes back to god and god asks him where he wants to go. 'to hell for sure, that was big fun!'. 'ok' sais god, 'but this time it's a one way ticket, there will be no return. The guy agrees and goes back to hell. The door is opened by a scary, ugly devil, hellfire is everywhere and everybody is crying and screaming in pain. 'what is this?' asks the guy, 'where is the party and the fun?' so the devil tells him; 'oh, yeah, that was the hell how tourists see it, this here is for residents.'




Es war einmal... an der Zeit Abschied zu nehmen

Die letzten Tage sind angebrochen, wir sind wieder in Delhi!

Vor 5 Monaten und 13 Tagen waren wir der Meinung Delhi sei das direkte Tor zur Hoelle, heute schlendern wir durch die Gassen, mit einer voellig anderen Sichtweise.
Ausserdem haben wir jetzt die Gelegenheit, die vielen verschiedenen Delhis anzuschauen; das Touristendelhi Paharganj, das High Society Delhi am Connaught Place mit dem Mc Donalds was wir zielstrebig direkt nach unserer Ankunft hier angesteuert haben, das Autoreifendelhi - ein ganzer Stadtteil der nur darauf ausgelegt ist Reifen zu verkaufen, das Delhi fuer die Einheimischen, und natuerlich viele viele Slums rundrum. Egal in welche Richtung man aus der Stadt rausfaehrt, man faehrt mindestens eine Stunde bevor die Massen an Menschen in Muellsackzelten langsam abnehmen.

Wir haben in den letzten Monaten so viel gesehen, so viele Leute getroffen, dass es sehr schwierig ist ein Resume daraus zu ziehen. Denn Indien ist so unterschiedlich je nachdem wo man grade ist und mit wem man grade redet, dass man keine allgemeine Aussage treffen kann wie "das Land ist schoen". Das Land ist ganz bestimmt nicht immer schoen, im Gegenteil, es kann in vielerlei Hinsicht sehr sehr haesslich sein. Aber um Indien kennenzulernen muss man sich alles anschauen, mal ganz abgesehen davon dass man um die schoenen Seiten zu entdecken zwangslaeufig durch die Schlechten durch muss. Man kann natuerlich viel umgehen indem man z.B. von A nach B fliegt, anstatt mit dem Zug zu fahren, oder indem man nie aus den Touristenenklaven rausgeht. Aber genau das gehoert eben auch dazu! Was nicht heissen soll dass die Zugfahrten ganz schrecklich waeren, man lernt in den Zuegen immer viele nette Leute kennen. Aber die Bahnhoefe sind wie wahrscheinlich ueberall auf der Welt dicht besiedelt von Bettlern, und man muss sich mal wieder mit seinem Gewissen auseinandersetzen. Entlang der Gleise sind auch die meisten Slums, man sitzt also in seinem Zug mit dem Wissen dass man gerade einen 6 monatigen Urlaub macht, unterhaelt sich mit den Mitreisenden und draussen stehen halb verhungerte Kinder in zerrissenen Klamotten, die dem Zug hinterherwinken in der Hoffnung dass vielleicht mal einer aus dem Zug zurueckwinkt... Genauso wie sie das wahrscheinlich bei jedem Zug an jedem Tag machen, mit der Gewissheit dass sie selbst wohl nie in einem dieser Zuege sitzen werden.

Bekannte haben wir auch mal wieder getroffen, schon wieder aus McLeod Ganj, einen Tibeter, der bei uns im Hotel wohnte, und einen Englaender, der auch ein Motorrad hatte. Beide allerdings unabhaengig voneinander. Es ist ziemlich seltsam Leute wiederzusehen, die man vor 5 Monaten in einem voellig anderen Teil des Landes kennengelernt hat.

Ansonsten sind wir sehr beschaeftigt,letzte Shoppingtouren, den Rupienkurs ausnutzen, Kontaktlinsen, neue Brille, CD's mit indischer Musik, Souvenirs, Geschenke, 3 Kilo Fotos entwickeln lassen, Sightseeing, letzte Reiseberichte schreiben...
So ganz ist der Gedanke daran, dass es jetzt wirklich die letzten Tage sind noch nicht zu uns durchgedrungen. Ab und zu, z.B. beim Fotos abholen und durchschauen, blitzt kurz die Erkenntnis durch, aber sie hat sich noch nicht wirklich durchsetzten koennen.

Unser Flug ist bestaetigt und in drei Tagen sitzen wir im Flieger nach Frankfurt.

Das wars!

Goodbye India and thanx for an incredible time!